Schröpfen

Das Schröpfen ist ein uraltes Naturheilverfahren, welches auch in der westlichen Heilkunde schon lange bekannt ist und zählt zu den ausleitenden Verfahren.
In der TCM stellt das Schröpfen eine häufig gemeinsam mit der Akupunkturtherapie verwendete wirksame Stimulationstechnik dar.
Das Prinzip des Schröpfens besteht darin, in den Schröpfköpfen einen Unterdruck zu erzeugen. An den Hautstellen an denen sich die Schröpfgläser ansaugen entsteht ein starker Blutzufluss. Durch die Reiztherapie wird einerseits ein Drainage-Effekt erreicht, eine Art innere Reinigung durch Entfernung von Schadstoffen, andererseits wird im hohen Maße die körpereigene Abwehr des Patienten stimuliert.
3 Arten der Schröpftherapie können unterschieden werden:
- Das blutige Schröpfen
Blutiges Schröpfen wird in der TCM ausschließlich bei Fülle-Mustern angewendet. Dazu gehören vor allem Blutstagnation sowie Situationen, in denen pathogene Faktoren im Übermaß vorhanden sind.
Dies muß im Voraus durch eine ausführliche Anamnese herausgefunden werden.
Bei Schwäche- oder Mangelzuständen – wie beispielsweise Qi-Mangel, Blutmangel oder allgemeine Erschöpfung – wird blutiges Schröpfen nicht angewendet. - Unblutiges / trockenes Schröpfen
Hier werden die Schröpfgläser auf die intakten Hautstellen aufgebracht und erzeugen lediglich einen „Bluterguss“. Diese gehen nach wenigen Tagen zurück – sie zeigen lediglich die Reaktion der Therapie. - Schröpfmassage
Hierbei wir die Haut zunächst mit einer öligen Grundlage bedeckt und der Schröpfkopf anschließend über die zu behandelnden Bereiche geführt.
Anwendungsgebiete des Schröpfverfahrens sind vor allem:
- Allgemeine Abwehrschwäche
- Bronchitis
- Erkältungskrankheiten
- Asthma
- Chronische Kopfschmerzen
- Verstopfung
- Durchblutungsstörungen
- Muskelschmerzen und -verspannungen
- Rückenschmerzen
- Rheumatismus
- Arthritis
- Wärmemangel
- Blut- und Qi-Leere


